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Normierte Namensvergabe in einer Datenbank

Strukturierte Namensvergabe contra kreativen Chaos!

Im Rahmen der Datenbank Entwicklung kommt es zu einer unüberschaubaren Menge von Objekten. Bei dieser Flut von Objekten sollte eine Regel definiert und eingehalten werden, wie die Namen innerhalb einer Datenbank vergeben werden.

Feldnamen

Bei der Benennung von Felder gibt uns das Access kaum Regeln vor. Dennoch sollten wir die Feldnamen aus der Laune heraus benennen. Die Namen der Felder sind von entscheidender Bedeutung. Folgende Forderungen stellen wir an die Feldnamen :

  • Kurz und prägnant
  • Hinweis auf den Feldinhalt
  • Hinweis auf die Datenherkunft
  • Hinweis auf die mögliche Rolle im Beziehungsgeflecht

Der nun folgende Vorschlag ist als ein solcher zu verstehen. Es soll ein Vorschlag sein, um Ihre eigenen Lösungen anzuregen und ist kein Paradigma, das Sie einhalten "müssen". Er entspringt unserer täglichen Praxis mit dem Access.

Es gibt drei Arten von Feldern. Die "unwichtigen", d.h. an Beziehungen nicht beteiligten Felder. Sie enthalten in den ersten beiden Buchstaben ein Kürzel für die Tabelle, aus der sie entstammen. Somit unterscheiden wir die Straße des Kunden von der Straße der Bestellung.

In der Tabelle der Bestellungen würden die Felder zum Beispiel : BSSTR, BSPLZ und BSORT benannt werden. Die Felder in der Kundentabelle heißen dann gemäß der Logik KDSTR, KDPLZ und KDORT

Die Identifikatoren, im Access Primärschlüssel genannten Felder bekommen an den ersten beiden Stellen ein ID. Die Stellen drei und vier enthalten dann wieder das Kürzel der Tabelle, damit werden die wichtigen Primärschlüssel auf den ersten Blick erkennbar. Dies ist in Abfragen etc. sehr wichtig

Damit heißt das Primärschlüsselfeld der Kundentabelle IDKDNR und das entsprechende Pendant der Bestellungstabelle nennt sich dann IDBSNR

Sehr gewöhnungsbedürftig sind die Verbindungsfelder in den Tabellen der n Seite. Diese Fremdschlüssel brauchen wir, um z.B. anhand der Kunden Nr. in der Bestellung den richtigen Kundendatensatz zu selektieren. An den ersten beiden Stellen erhält der Fremdschlüssel ein FK ( Foreign Key ), an den Stellen drei und vier das Kürzel der Tabelle, aus der er kommt. An der Stelle fünf und sechs ist das Kürzel der Tabelle, indem der passende Primärschlüssel existiert. Damit ist der Fremdschlüssel Kunden Nr in Tabelle Bestellungen FKBSKDNR.

Objektnamen

Die folgende Namensgebung ist eine von uns verwendete Regel, keine von Access bestimmte Regel. In dieser Regel sollen alle Objektnamen ein paar Grundinformationen beinhalten. So soll zum einen die Art des Objekts aus dem Namen erkennbar sein. Alle Tabelle bekommen am Anfang ein TB z.B. TBKUNDEN, TBBESTELLUNG.

Ein Formularname beginnt mit dem FO enthält in der Mitte das Kürzel der Tabelle (z.B. KD für Kunde). Die Formulare dienen entweder der Eingabe neuer Daten oder der Pflege der alten Daten, dieser Zweck eines Formulars soll ebenfalls aus dem Namen des Objekts hervorgehen.

So bekommt ein Formular am Ende ein ALT für das "Bearbeiten" oder ein NEU für die Formulare zur Neueingabe von Daten, Suchformulare bekommen ein SUCHE etc

Kunden bearbeiten FOKDALT oder Kunden eingeben FOKDNEU, Kunden suchen FOKDSUCHE und Kunden auswählen FOKDAUSWAHL.

Ein Formular basiert grundsätzlich auf einer Abfrage. Sie sollten niemals direkt auf einer Tabelle aufbauen, da ansonsten keine Selektion der Daten möglich wäre. Die verwendeten Abfragen beginnen mit einem QB ( Query by ) und bekommen dann den Hinweis auf das unterstütze Formular z.B. Kunden bearbeiten QBFOKDALT oder Kunden eingeben QBFOKDNEU.

Bei den Berichten sind die Namen ebenfalls sprechend zu vergeben. Ein Bericht, der die Kunden nach PLZ sortiert ausdruckt könnte heißen :
RPKDPLZ Das RP steht dabei für Report. Bei den Abfragen wird analog zu den Formularen verfahren QBRPKDPLZ.

Nomen est Omen

Der Name ist ein Vorzeichen oder etwas freier übersetzt, der Name ist Programm. Es spielt in erster Linie nicht die Rolle welche Regel Sie bei der Benennung verfolgen. Ob Sie eine Abfrage nun mit AB oder QB beginnen lassen ist Geschmacksache.


Der Name eines Objekts muß Auskunft über die Art des Objektes und der verwendeten Datengrundlage bieten, das ist das Entscheidende. Wenn Sie dies konsequent berücksichtigen, sparen Sie sich ein großes Maß an Dokumentationspflicht. Bei der Verwendung eines Stromkabels sind die Farben "Programm".

Jeder Kundige weiß, welche Bedeutung ein blaues, schwarzes oder gelb-grünes Kabel hat. Damit entfällt die Pflicht sich zu notieren, welches Kabel nun Masse und welches der Nullleiter ist.


Nutzen Sie die Idee der Normierung und Sie werden es leichter haben im Umgang mit großen Datenbanken.



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